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Bescheidenheit ist eine Gabe, die nicht beneidet wird.

Imam Hasan al-Askari (as)-(Tuhaf-ul-Uqul, S.489)

Der Verstand [aql] eines Muslims wird erst dann vervollständigt, wenn er zehn Eigenschaften besitzt: Von ihm wird das Gute erwartet, und man ist sicher, dass nicht Böses von ihm kommt. Er sieht das Wenige an Gutem von anderen als viel an, sieht aber das Viele an Gutem bei sich als wenig an. Er wird nicht bekümmert wegen (vieler) Anliegen (anderer) an ihn. Er wird nicht überdrüssig vom Streben nach Wissen sein ganzes Leben lang. Ihm ist Armut um Allahs Willen lieber, als (materieller) Reichtum. Demut gegenüber Allah ist ihm lieber als Ehre von Seiten Seiner Feinde. Unbekanntheit ist für ihn attraktiver als Berühmtheit. Dann sprach Er — Friede sei mit ihm: Die zehnte (Eigenschaft)! Wenn du (nur) wüstest was die zehnte ist! Man fragte ihn (was diese ist). Er sprach — Friede sei mit ihm: Immer, wenn er jemanden sieht, sagt er (zu sich): Er ist besser und frommer als ich.

Imam Ali al-Ridha (as)-(Bihar-ul-Anwar, Band 78, S. 334)

Bescheidenheit besteht in der Zufriedenheit über eine Sitzung, ohne (darin) verehrt zu werden, (und darin) denjenigen zu grüßen, den du triffst und Streitigkeit zu unterlassen, selbst wenn du im Recht bist.

Imam Muhammad al-Baqir (as)-(Tuhaf-ul-Uqul, S. 296)

Strenge dich für etwas, das du erstrebst, nicht (mit dem Gedanken) an, dass du es auch (unbedingt) erreichen wirst, aber verlasse dich auch nicht auf das Schicksal wie jemand, der sich (ausschließlich) ihm ergibt. Das Streben nach Gutem ist Sunna, und im Begehren (dessen) nicht unmäßig zu sein, ist Bescheidenheit. So wie Bescheidenheit den Lebensunterhalt nicht verhindert, so führt Gier Gutes nicht herbei.

Imam Hasan al-Mudschtaba (as)-(Tuhaf-ul-Uqul, S. 233)

Sei nicht eilig mit dem Bestrafen eines Vergehens, sondern lass dem (der das Vergehen begangen hat) dazwischen Gelegenheit, sich zu entschuldigen.

Imam Hasan al-Mudschtaba (as)-(Bihar-ul-Anwar, Teil 78, S. 113)

Mache dich selber zum Maß in Dingen, die zwischen dir und anderen sind. Was du für dich selbst gerne hast, sollst du auch für den anderen gerne haben, und verabscheue auch für ihn das, was du für dich selbst verabscheust. Tue kein Unrecht, so wie du auch nicht willst, dass man dir Unrecht tut, tue (anderen) Gutes, so wie auch du willst, dass man dir Gutes tut. Was du bei anderen hässlich findest, das finde auch bei dir hässlich. Akzeptiere von den Menschen dir gegenüber das, was du für sie ihnen gegenüber akzeptierst. Sprich nicht über das, was du nicht weißt, und sage zudem nicht alles, was du weißt. Und sage nichts, von dem du nicht willst, dass es zu dir gesagt wird.

Imam Ali (as)-(Tuhaf ul-Uqul, S. 74)

Der Prophet (s.) sprach: „ Oh Ali, willst du lieber sechshunderttausend Schafe, sechshunderttausend Dinar oder sechshunderttausend Worte?" Er (Ali (a.)) sprach: „ Oh Gesandter Allahs, sechshunderttausend Worte Dann sprach er (der Prophet (s.)): „Ich werde dir sechshunderttausend Worte in sechs Sätzen zusammenfassen: Wenn du siehst, wie sich die Menschen mit empfohlenen [mustahabb] Handlungen 1 Taten beschäftigen, beschäftige du dich mit der Vollendung der Pflicht [fardh]. Wenn du siehst, wie die Menschen sich mit dem Diesseits beschäftigen, so beschäftige du dich mit dem Jenseits. Wenn du siehst, wie sich die Menschen mit den Fehlern anderer beschäftigen, so beschäftige du dich mit deinen eigenen Fehlern. Wenn du siehst, wie sich die Menschen mit der Ausschmückung des Diesseits beschäftigen, so beschäftige du dich mit der Ausschmückung des Jenseits. Wenn du siehst, wie die Menschen sich mit der Vielzahl von Werken beschäftigen, so beschäftige du dich mit der Auslese der Taten. Wenn du siehst, wie die Menschen bei Geschöpfen Zuflucht suchen, so suche du Zuflucht beim Schöpfer.

Prophet Mohammed (saaw)-(Al-Mawa“idh al-Adidah, Kap. 6, Abschnitt 4, Hadith Nr. 1)

Ihr Menschen, das, was ich für euch am meisten fürchte, sind zwei ( Dinge): Das Befolgen der Begierden und übertriebene Hoffnungen. Das Befolgen der Begierden hält von der Wahrheit ab, und die übertriebenen Hoffnungen lassen das Jenseits vergessen.

Imam Ali (as)-(Nahdsch-ul-Balagha, Subhi-l-Salih, Qisar-ul-Hukm 42, S. 83)

Wer sich vor Gott bescheiden gibt, dem bringt Gott Ehre, und wer hochmütig ist, den erniedrigt Gott; und wer Gottes gedenkt, den liebt Gott.

Prophet Muhammad (saaw) – (150 Aussprüche des Propheten, IZH e.V., S. 66)

Die Bescheidenheit mehrt dem Knecht nichts als Erhöhung, darum strebt nach Bescheidenheit, dann wird Gott euch erhöhen. Die Vergebung mehrt dem Knecht nichts als Ehre, darum vergebt (euren Mitmenschen), dann wird Gott euch ehrbar machen. Die Freigebigkeit mehrt dem Besitz nichts als Vermehrung, so spendet, dann wird Gott euch gnädig sein.

Prophet Muhammad (saaw) – (150 Aussprüche des Propheten, IZH e.V., S. 36)